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  • Genussmanufaktur Faller: Seit 1913 im offenen Kupferkessel

    21. Sep 2026
    Quittengelee von Genussmanufaktur Faller im Glas – handgerührt im offenen Kupferkessel im Schwarzwald

    Manche Familienrezepte entstehen aus Notwendigkeit. Bei Faller im Südschwarzwald war es die Frage, was mit den Früchten passiert, die im Laden übrig blieben. Aus der Antwort wurde eine Manufaktur, die heute in dritter Generation geführt wird.

    Es begann in einer Waschküche

    1913 führten Alfred und Therese Faller ein Kolonialwarengeschäft in Schönau im Südschwarzwald. Bauern der Region brachten gesammelte Früchte und Beeren in den Laden. Was nicht verkauft wurde, kochte Therese in einem mit Holz befeuerten Kupferkessel ein – nach dem alten Hausfrauenprinzip „Pfund auf Pfund“ – und verkaufte es als Konfitüre.

    Aus dieser Waschküche wurde ein Betrieb: 1938 die erste Marmeladenfabrik, 1950 die Wiederaufnahme der Produktion durch Sohn Martin, 1991 die Übernahme durch Thomas Faller in dritter Generation. Seit 2007 wird in Utzenfeld produziert. Thomas Faller, Enkel des Firmengründers, führt das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Bettina.

    Zwölf Minuten, die den Unterschied machen

    Faller rührt bis heute von Hand im offenen Kupferkessel – vier davon stehen in der Manufaktur, pro Kessel nur etwa 100 Kilogramm Masse. „Schliesslich legen wir Wert darauf, eine Manufaktur zu sein und zu bleiben“, heisst es dazu im Haus.

    Der halbkugelförmige Kupferkessel hat ein optimales Verhältnis von Inhalt zu heizbarer Mantelfläche und leitet Wärme ausgezeichnet. Deshalb genügen 12 bis 15 Minuten Kochzeit pro Kesselfüllung. Genau das erhält Aroma und Farbe – man sieht es der Konfitüre an und schmeckt es sofort.

    Was drin ist – und was nicht

    Faller verwendet ausschliesslich natürliche Zutaten. Statt Zitronensäure kommt konzentrierter Zitronensaft zum Einsatz, geliert wird mit hochwertigem Apfelpektin. Grosse Mengen der Früchte und Beeren stammen aus dem Kaiserstuhl, dem Markgräflerland und der Ortenau, teilweise in Bio-Qualität, aus langjährigen Partnerschaften mit Landwirten der Region.

    Die Manufaktur ist bio-zertifiziert (DE-ÖKO-005), seit 2017 nach ISO 22000 zertifiziert und Mitglied der Slow-Food-Bewegung. Rund 90 Mitarbeitende stellen über 50 Sorten her – von der Familienpension bis zum Berliner Adlon setzen Hotels auf diese Gläser.

    Unsere Faller-Auswahl

    Berühmt ist die badische Schwarzkirsch-Konfitüre, Dauerbrenner die Erdbeere. Der Geheimtipp im Haus ist Holunder: tiefschwarz, mit dem nussigen Aroma der Holunderkerne.

    Bei uns findest du zusätzlich die zuckerreduzierten Fruchtaufstriche, Spezialitäten wie Williams-Christbirne mit Zimt oder Zwetschge mit Lebkuchengewürz, die Bier-Gelees mit Tannenzäpfle und Hefeweizen sowie die Faller-Honige. Ein Glas Konfitüre klingt unspektakulär – bis man den Unterschied auf dem Sonntagsbrot hat.

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